Der Fellwechsel gehört für Katzen und Hunde zum natürlichen Jahreszeitenwechsel dazu. Zweimal im Jahr verlieren unsere Vierbeiner große Mengen an Fell – oft zur Freude der Staubsauger-Industrie, weniger zur Freude von Tierhaltern. Aber keine Sorge: Mit dem richtigen Wissen und der passenden Pflege kannst du deinem Tier helfen, den Fellwechsel gesund und stressfrei zu meistern.
Hier erfährst du alles Wichtige über den Fellwechsel, verschiedene Felltypen, die richtige Bürste und warum das Bürsten besser drinnen stattfindet.
1. Was ist der Fellwechsel eigentlich?
Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess, bei dem Hunde und Katzen ihr Haarkleid den Jahreszeiten anpassen. Im Frühling wird das dichte, wärmende Winterfell abgestoßen und im Herbst wächst es wieder nach.
Warum ist der Fellwechsel so wichtig?
• Schutz vor Kälte im Winter und vor Hitze im Sommer
• Anpassung an veränderte Tageslichtlängen und Temperaturen
• Unterstützt die Hautgesundheit
Je nach Rasse, Alter und Haltung (Wohnung oder Freigänger) fällt der Fellwechsel stärker oder schwächer aus.
2. So kannst du dein Tier im Fellwechsel unterstützen
Der Fellwechsel ist für Hunde und Katzen anstrengend – der Körper verbraucht viel Energie und die Haut kann empfindlicher reagieren. Deshalb lohnt sich deine Unterstützung.
Tipps für den Fellwechsel:
• Regelmäßiges Bürsten: Entfernt lose Haare, fördert die Durchblutung und beugt Verfilzungen vor.
• Hochwertiges Futter: Hochwertige tierische Proteine und essentielle Fettsäuren können den Fellwechsel unterstützen.
• Fellpflege stressfrei gestalten: In ruhiger Umgebung bürsten und mit Leckerlis belohnen.
• Genügend Wasser anbieten: Viel trinken hilft dem Körper, Haut und Fell gesund zu halten.
• Bei Bedarf Ergänzungsfuttermittel: Öle wie Lachsöl (z. B. von MjAMjAM) liefern wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
3. Welche Fellarten gibt es?
Nicht jedes Tier wechselt das Fell gleich – die Art des Haarkleids spielt eine große Rolle.
Die häufigsten Felltypen:
• Kurzhaar: Z. B. Hauskatzen oder Labradore – weniger pflegeintensiv, aber beim Fellwechsel verlieren sie trotzdem viele Haare.
• Langhaar: Z. B. Perserkatzen oder Collies – neigen zu Verfilzungen und benötigen intensive Pflege.
• Stockhaar (Doppelschicht mit Unterwolle): Z. B. Schäferhunde, Huskys – besonders starker Fellwechsel im Frühjahr.
• Lockiges oder drahtiges Fell: Z. B. Pudel, Schnauzer – oft weniger Haarverlust, dafür muss das Fell regelmäßig getrimmt werden.
Achtung:
Nicht alle Tiere haben den gleichen Fellwechsel! Manche Wohnungstiere mit Kurzhaar wechseln das ganze Jahr über kleine Mengen Fell, während andere zweimal jährlich im großen Stil haaren.
4. Die richtige Bürste für dein Tier
Je nach Felltyp braucht es das passende Werkzeug, um das Fell sanft, aber effektiv zu pflegen.
Die wichtigsten Bürsten im Überblick:
• Zupfbürste: Für lockiges oder drahtiges Fell, um lose Haare und kleinere Knoten zu entfernen.
• Unterwollbürste / FURminator: Perfekt für Hunde und Katzen mit dichter Unterwolle – entfernt lose Unterwolle ohne das Deckhaar zu beschädigen.
• Softbürste: Für kurzhaarige Tiere und empfindliche Katzen – sanft zur Haut.
• Kamm mit rotierenden Zinken: Gut gegen kleine Knoten, ohne an den Haaren zu ziehen.
Tipp: Immer mit der Fellrichtung bürsten und die empfindlichen Zonen wie Bauch oder Innenschenkel besonders behutsam behandeln.
5. Warum du dein Tier immer drinnen bürsten solltest
Vielleicht denkst du: „Warum nicht einfach draußen bürsten und die Haare fliegen lassen?“ – klingt praktisch, ist aber keine gute Idee.
Gründe, warum das Bürsten drinnen besser ist:
• Lose Haare, die draußen wegfliegen, landen oft in Nestern von Wildvögeln, wo sie Atemnot oder andere Probleme verursachen können.
• Im Wind können sich die Haare großflächig verteilen und zum Problem für andere Tiere oder Menschen werden.
• Drinnen kannst du die Bürstenreste direkt auffangen und entsorgen – sauberer für dich, besser für die Natur.
Tipp:
Am besten bürstest du an einem festen Ort, den du danach schnell absaugen oder reinigen kannst. Ein rutschfester Teppich oder eine Decke helfen zusätzlich.
FAQ – Häufige Fragen zum Fellwechsel
Wie oft sollte ich mein Tier im Fellwechsel bürsten?
Je nach Felltyp mindestens 2–3 Mal pro Woche, bei Tieren mit Unterwolle täglich.
Kann ich den Fellwechsel beschleunigen?
Nicht direkt, aber du kannst durch regelmäßiges Bürsten und gutes Futter den Prozess unterstützen und die Haare kontrolliert entfernen.
Ist ständiger Haarausfall normal?
Bei Wohnungstieren ja – sie verlieren oft das ganze Jahr über Haare. Ein plötzlicher, starker Haarverlust sollte aber tierärztlich abgeklärt werden.
Können Nahrungsergänzungsmittel helfen?
Öle wie Lachsöl oder Leinöl liefern wichtige Fettsäuren und unterstützen Haut und Fell.
Fazit: Gemeinsam durch die haarige Zeit
Der Fellwechsel ist für Hunde und Katzen völlig normal – und mit deiner Unterstützung sogar eine gute Gelegenheit, die Bindung zu stärken. Mit der richtigen Pflege, Geduld und dem passenden Werkzeug wird aus dem „Haarkrimi“ eine entspannte Routine.
Welche Tricks nutzt du beim Fellwechsel? Verrate es uns in den Kommentaren!